Schwertgroschen

Aus MGM Münzlexikon
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Schwertgroschen o. J. nach der wettinischen Münzordnung von 1456/57. Auf der Vorderseite erscheint oben der kleine Schild mit den gekreuzten Schwertern. Rechts daneben steht das Patriarchenkreuz als Zeichen der Münzstätte Colditz. Als Münzherren erscheinen Kurfürst Friedrich II. mit dem Buchstaben F auf der Vorderseite und seine Frau Margaretha mit dem Buchstaben M auf der Rückseite. Margaretha war 1463 das Münzrecht von Kaiser Friedrich III. (ihrem Bruder) zugesprochen worden.

Typ des Meißner Groschens, der von 1457 bis 1464 mit dem Rs.-Münzbild der Pfahlschildgroschen (→ Schildgroschen 1.2.) geprägt wurde. Die erstmals 1457 unter Friedrich II. von Meißen (1428 –1464) ausgegebenen Schwertgroschen (84 1⁄2 Stück aus der 6 1⁄2lötigen Prager Münzmark zu 250,601 g) zeigen in der Umschrift einen Schild mit dem aus symmetrischen Gründen gekreuzten Kurschwert(ern) (sie sind der Grund für den Münznamen) als Amtszeichen des Erzmarschalls des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. 1462 wurden aus der 5 1⁄3lötigen Mark schon 98 Stück ausgebracht, 1464 wurden sie dann sogar auf 105 Stück aus der nur noch fünflötigen Mark verschlechtert. Nach 1464 entstanden nur 1⁄2 Schwertgroschen zu 12 Heller = 6 Pfennig, die bis 1498 auf 105 Stück aus der 4 1⁄2lötigen Mark absanken.