Dareikos

Aus MGM Münzlexikon
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Dareikos um 420 v. Chr., Münzstätte Sardeis, der Großkönig mit Speer und Bogen im Knielauf, Rückseite unregelmäßiges Quadratum incusum.

Auch Dareike (griech., „dareikische“ Goldmünze): altpersische, wahrscheinlich schon unter Kyros II. (559 – 529 v. Chr.) geprägte Goldmünze, die auf der Vs. den Großkönig im sogenannten → Knielauf mit Bogen und Lanze zeigt (in der Antike wurden die D. deshalb als „Bogenschützen“ [griech. toxotai] bezeichnet) und deren Rs. nur einen vertieften Einschlag aufweist. Der Dareikos mit einem Gewicht von 8,4 g (Feingehalt 980⁄1000) entsprach 20 Sigloi; er bestimmte den Goldumlauf bis zur Mitte des 4. Jh. v. Chr. Die genaue zeitliche Einordnung der Dareike bis zu Dareios III. ist wegen der fast völlig gleichen Kopfdarstellungen nicht möglich. Die griechische Bezeichnung „Bogenschützen“ (τοξοται) muß man berücksichtigen, wenn beispielsweise König Agesilaos von Sparta (geboren 444, gestorben 360 v. Chr.) berichtete, daß ihn der persische Großkönig mit 80 000 „Bogenschützen“ aus Kleinasien vertrieben hatte. Gemeint waren die Bestechungsgelder in Höhe von 80 000 Dareiken, die die Perser an Athen, Korinth, Theben, Argos u. a. gezahlt hatten, damit diese sich gegen Sparta wandten, und Sparta deshalb Agesilaos zurückrufen mußte.