Hauptseite
Für die Internet-Ausgabe wurden die gescannten Artikel revidiert, offensichtliche Fehler stillschweigend korrigiert und die Voraussetzungen zur automatischen Verlinkung der Artikel miteinander hergestellt. Einige wenige Artikel, auf die Kahnt mehrfach verwiesen hatte, die jedoch die Aufnahme in seine Ausgabe nicht geschafft hatten, wurden aus dem „transpress Lexikon Numismatik“ nachgetragen, darunter „Marke“ und „Orden“. Kahnts Abbildungen wurden weitgehend übernommen, doch es ist geplant, die aus dem PDF ausgeschnittenen Bilder soweit möglich durch eigene, technisch bessere und scalierbare nach und nach zu ersetzen.
Die Münzgalerie ist offen für Veränderungen und Ergänzungen an diesem Lexikon und zu unseren Fachbeiträgen und würde sich über Anregungen seitens der Benutzer sehr freuen. Bitte scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen, wenn Sie Lust verspüren, an der Weiterentwicklung unseres numismatischen Angebots teilzunehmen.
Schwundgeld
Auf privaten Initiativen beruhende Papiergeldart mit einem während seines Umlaufs regelmäßig anwachsenden Disagio. Nach der sozialutopischen Geldtheorie von Silvio Gesell (1862 –1930) verloren Geldscheine bei einer festgelegten Laufzeit, z. B. 20 Wochen, jede Woche 1% ihres Werts. Sie sollten nach Ablauf der Gültigkeitsdauer gegen neue Geldscheine umgetauscht werden. Die Wirkungen sollten ein schneller Geldumlauf (Rücklauf zur Bank bzw. Verbrauch bei Einkäufen und dergleichen) sowie eine wirtschaftliche Selbsthilfe in der Zeit der Weltwirtschaftskrise sein. Für Guthaben sollten keine Zinsen gewährt werden. Der Umlauf der Geldscheine sollte nach einem Index staatlich geregelt werden. Praktische Anwendung erlangte das Schwundgeld durch sog. „Tauscher“ 1931 in Gera (Thüringen), 1932 in Wörgl (Tirol), 1945 in Jugoslawien. Die Idee des Schwundgeldes wird immer ’mal wieder aus der Versenkung geholt, z. B. in jüngster Vergangenheit durch die „Chiemgauer“ oder „Berliner“.





