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Für die Internet-Ausgabe wurden die gescannten Artikel revidiert, offensichtliche Fehler stillschweigend korrigiert und die Voraussetzungen zur automatischen Verlinkung der Artikel miteinander hergestellt. Einige wenige Artikel, auf die Kahnt mehrfach verwiesen hatte, die jedoch die Aufnahme in seine Ausgabe nicht geschafft hatten, wurden aus dem „transpress Lexikon Numismatik“ nachgetragen, darunter „Marke“ und „Orden“. Kahnts Abbildungen wurden weitgehend übernommen, doch es ist geplant, die aus dem PDF ausgeschnittenen Bilder soweit möglich durch eigene, technisch bessere und scalierbare nach und nach zu ersetzen.
Die Münzgalerie ist offen für Veränderungen und Ergänzungen an diesem Lexikon und zu unseren Fachbeiträgen und würde sich über Anregungen seitens der Benutzer sehr freuen. Bitte scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen, wenn Sie Lust verspüren, an der Weiterentwicklung unseres numismatischen Angebots teilzunehmen.
Münzfund
Münzen, die als Einzelfund (einzelne Münze), Streufund (Fundmasse, die durch zahlreiche Einzelfunde an einem zusammengehörigen Platz, z. B. ehemaliger Siedlung, gebildet wird), Schatzfund (größere Mengen, große Silber- und Goldmünzen – oder eine Menge von → Hacksilber), → Verwahrfund oder → Brunnenfund zutage treten. Meldepflicht besteht für Einzelfunde, Fundmassen und Verwahrfunde. Die Besitzrechte an den Fundmünzen sind in Deutschland durch die entsprechendenden Gesetze der Bundesländer geregelt. In den meisten besteht Abgabepflicht, wobei eine Belohnung gezahlt werden kann. In Bayern und Hessen beispielsweise gehört aber ein Fund je zur Hälfte dem Finder und dem Grundstückseigentümer. Eine vernünftige Regelung besteht auch in Österreich. Funde müssen gemeldet werden, damit eine wissenschaftliche Bearbeitung möglich ist. Danach erhalten Finder und Grundstückseigentümer je die Hälfte. Die Fundmünzen und die Form ihrer Aufbewahrung (Gefäß, Lederbeutel, Kassette u. a.) sowie eventuelle Beigaben, wie Werkzeuge, Waffen, Schmuck, Knochen geben die Möglichkeit zu Erkenntnissen über Verwahrungszeit und Verbreitung von Münzen, Handelswege, Geldverkehr und wirtschaftliche Beziehungen, außerdem Anhaltspunkte zur Lokalisierung und Datierung von Einrichtungen und Ereignissen. Bei Einzelfunden ist in dieser Hinsicht nur eine sehr begrenzte Aussage möglich. Münzfunde bilden unentbehrliches Forschungsmaterial, deshalb werden sie einzeln ausführlich bestimmt und veröffentlicht.





